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Tierpsychologie/ Katzenpsychologie Tierpsychologie ist die Lehre über das Verhalten der Tiere. Durch jahrelange Beobachtung wurden von vielen Biologen und Verhaltensforschern die genauen Verhaltensweisen der verschiedenen Tierarten studiert und aufgezeichnet.
Die "Sprache" der Tiere ist sehr unterschiedlich und es bedarf einem genauen Beobachten, die oftmals minimen Unterschiede der Mimik und Gestik zu verstehen und zu interpretieren.
Viele Haustiere lernen Teile der menschlichen Sprache und des Verhaltens zu verstehen oder auch die Verhaltensweisen anderer Tierarten.
Aus diesem Grund merkt ein Hund oft genau wenn es raus geht, noch bevor Herrchen oder Frauchen etwas gesagt hat. Oder die Katze steht schon am Futternapf, bevor jemand das Katzenfutter herausgeholt hat. Die Wahrnehmung der Tiere ist, aufgrund der biologischen Notwendigkeit aus der Natur, um ein Vielfaches sensibler.
Dadurch gibt es immer wieder Verständigungsprobleme zwischen Mensch und Tier oder bei den Tieren untereinander. Kleine Gesten unsererseits können bereits provokativ wirken. Das Lächeln zur Begrüssung, kann auf einen Hund drohend wirken da man die Zähne entblösst. Andererseits gibt es Hunde die eine Art Lachen zeigen bei grosser Freude oder Aufregung. Katzen ahmen teilweise auch Handlungen nach die sie beobachten konnten. Sie lernen wie sich eine Schublade öffnen lässt oder wie man den Türgriff bedient. Unsere Haustiere haben auch Bedürfnisse die artgerecht befriedigt werden müssen damit sie sich wohl fühlen. Allein genügend Futter und ein Schlafplatz reicht nicht aus, um dem Tier gerecht zu werden. Beschäftigung gehört mit zu den Grundbedürfnissen, denn in freier Natur wäre die Beschäftigung lebenserhaltend. Sie würde aus Fressen und Nahrungssuche bestehen. Pferde würden weidend herumwandern, Hunde wären auf der Suche nach Beute und Katzen würden Stunden vor einem Mauseloch verbringen.
Um ein Tier artgerecht zu halten sollte man sich diesen Grundbedürfnissen bewusst sein und versuchen, diesen einigermassen gerecht zu werden. Wie kann ich mein Tier Beschäftigen?
Ob Hund, Pferd, Katze, Nager, Fische und alle anderen Tiere, alle haben das Bedürfnis nach: genügend Bewegung, eine Beschäftigung bei der sie Kopfarbeit leisten müssen, Erfolgserlebnisse und Grundbedürfnisse befriedigen. Hunde: Es gibt verschiedene Hundesportarten wie Dogdance, Agility, Flyball oder andere Beschäftigungsmöglichkeiten z.B. Begleithund, Jagdhund oder Therapiehund, um eine kleine Auswahl zu zeigen. Es muss nicht immer mit einer Mitgliedschaft verbunden sein, man kann viele Übungen auch bei einem Spaziergang einbauen. Wichtig ist, dass man eine Beschäftigung sucht die Hund und Halter Spass machen und dass man nicht zuviel auf einmal verlangt, denn dann bleibt das Erfolgserlebnis aus und eine Frustration kann entstehen. Auch die Kiefer eines Hundes brauchen eine Beschäftigung. Das Kaubedürfnis ist grösser als oftmals angenommen und als Nebeneffekt reinigt ein richtiger Kauknochen auch die Zähne. Dafür eignet sich besonders Trockenfleisch, da es erst durch Kauen aufgeweicht werden muss und der Hund immer wieder kleine Stücke abbeissen kann. Pferde: Pferde sollten, solange sie nicht aktiv bewegt werden, am Boden nach Futter suchen können. Fast den ganzen Tag futtersuchend umherzuwandern würde ihrem Naturell entsprechen. Hastiges Fressen bekommt Pferden nicht und kann zu Koliken führen. Darum ist es besser Pferden mehrmals täglich zu füttern. Da sich Pferde auch dauernd vorwärts bewegen ist es nicht ideal wenn sie den ganzen Tag in einer Box verbringen. Die Bewegung aktiviert den Darm und das konstante Fressen von kleinen Mengen entspricht den natürlichen Bedürfnissen. Wie kann das umgesetzt werden? Durch das Verteilen von Heu in der Box braucht das Pferd länger um die Mahlzeit zu fressen und ist für eine gewisse Zeit beschäftigt. Auch sollten sie immer wieder aktiviert werden, dass sie teilnehmen an der Umwelt und dass sie auch zeigen dürfen welche Fähigkeiten in ihnen stecken. Sei es bei einem Patrouillenritt, einer Teilnahme an Gymkhana oder ein Geländeritt, der das Pferd mit allen Sinnen fordert. Nager: Für Nagetiere ist das Grundbedürfnis zu nagen. Sie brauchen Holz, hartes Gras, Wurzeln und ähnliches damit sie ihr Bedürfnis befriedigen können und ihre immer wachsenden Zähne abgeschliffen werden. Passiert das nicht, werden die Zähne weiterwachsen bis das Tier nicht mehr richtig fressen kann und der Tierarzt die Zähne kürzt oder das Tier verhungert. Um diesen Tieren gerecht zu werden sollten sie die Möglichkeit haben Löcher, die als Wohnhöhle dienen, zu graben. Die meisten Nager leben nur wenig Zeit des Tages über der Erde, sondern sie wechseln dauernd zwischen Erdoberfläche und Untergrund. Auch diese Tiere beschäftigen sich dauernd mit Futtersuchen ,doch meistens ist das im Käfig nicht mehr nötig. Wie kann man für Abwechslung sorgen? Beispielsweise fragt man beim Bauern ob man frische Maiskolben darf, die man trocknet und den Tieren mit Blättern anbietet. Auch freuen sich die Tiere wenn man Zweige aus dem Wald mitbringt. Toll ist es, wenn sie ein Aussengehege haben, in welchem sie graben dürfen. Wichtig zu beachten: Der Boden muss durch Draht oder Steine für "Ein-" und "Ausbrecher" gesichert sein. Katzen: Katzen würden in freier Natur stundenlang lauern und dann blitzschnell zupacken. Genau das wäre nötig um sich als Katze das Futter zu verdienen, der Tagesbedarf liegt bei ca. 10 Mäusen. Viele Samtpfoten brauchen diese Schnelligkeit, Treffsicherheit und Geduld nicht mehr um den Hunger zu stillen. Das Futter wird in einem sauberen Napf angeboten und rennt auch nicht weg. Das führt auf Dauer bei einer Katze zu einer Stauung der Energien. Auf verschiedene Arten versuchen sie diesen unbändigen Trieb abzubauen, doch meistens fällt ihnen das sehr schwer. Die Halter müssen der Katze helfen zufrieden zu sein und diesen Drang auszuleben. Spielen lautet das Zauberwort! Katzen wollen lauern um dann blitzartig das Objekt attackieren. Es gibt im Fachhandel verschiedene Spielsachen für Katzen, doch mit ein bisschen Kreativität ist auch selber schnell eine Beschäftigungsmöglichkeit geschaffen. Ideen finden Sie hier.Unsauberkeit oder Kratzen an unerwünschten Stellen sind vielgenannt Probleme bei der Wohnungshaltung von Katzen. Meistens sind die Ursachen auch in der natürlichen Umgebung der Katzen zu suchen. Die Ausbildung zur Katzenpsychologin befähigt mich, Problembehandlungen bei Katzen durchzuführen. Da ich mich intensiv mit den Bedürfnissen der Samtpfoten beschäftige, kann ich helfen, das möglicherweise angespannte Verhältnis zwischen Halter und Katze, wieder in Harmonie zu bringen. |
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